
Vier Tage Kunst, Begegnung und ein aussergewöhnlicher Ort.
Im Mai 2016 wurde die ehemalige Produktionshalle von Bülachguss für vier Tage zu einem grossen Ort der Kunst und Begegnung. Unter dem Titel Kings & Queens brachte Kunstgenuss 48 Kunstschaffende aus der Region und der ganzen Schweiz in der 1’800 Quadratmeter grossen Industriehalle an der Solistrasse zusammen. Rund die Hälfte der Beteiligten stammte aus dem Zürcher Unterland.
Zu sehen waren Arbeiten aus Stein, Glas, Metall und Holz ebenso wie Installationen, Skulpturen, Bilder und Fotografien. Doch Kings & Queens war bewusst mehr als eine klassische Ausstellung. Viele der Kunstschaffenden waren während der vier Tage persönlich anwesend, arbeiteten vor Ort und ermöglichten den Besucherinnen und Besuchern damit einen unmittelbaren Einblick in ihr Schaffen.

Ein Happening statt einer klassischen Ausstellung.
Zum Programm gehörten Live-Arbeiten im Innen- und Aussenraum, musikalische Interventionen, eine Party und ein öffentliches Künstlergespräch zum Thema Land-Art. Der ursprüngliche Veranstaltungsflyer bezeichnete Kings & Queens deshalb treffend als «happeningARTexhibition».
Der besondere Ort war Teil des Konzepts. Mit der Nutzung der historischen Fabrikhalle ging für mich ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung. Kurz vor dem bevorstehenden Wandel des Areals sollte die Halle noch einmal mit Leben gefüllt und einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden.
Kunst für ein breites Publikum.
Die Resonanz war entsprechend gross. Bereits am Eröffnungsabend kamen rund 1’000 Besucherinnen und Besucher in die ehemalige Fabrikanlage. Für die Organisation waren zweieinhalb Monate intensive Vorbereitung, ein funktionierendes Netzwerk und während der Veranstaltung rund 25 Mitarbeitende notwendig.
Dabei ging es nicht um Kunst für einen exklusiven Kreis. Die Ausstellung sollte möglichst vielen Menschen Zugang zu unterschiedlichen Formen zeitgenössischen Kunstschaffens ermöglichen. Der Steinbildhauer Ruedi Mösch bezeichnete gerade diese öffentliche Zugänglichkeit als wichtig; Besucher konnten ihm und anderen Kunstschaffenden sogar direkt bei der Arbeit zusehen.