Nachtcafé

Nachtcafé Bülach – wenn die Altstadt zum Treffpunkt wurde
Drei Donnerstagabende im Sommer, volle Gassen und überall Menschen, die miteinander ins Gespräch kamen: Das war das Nachtcafé Bülach. Bis zu 5’000 Gäste zog es jeweils in die Altstadt. Zwischen den historischen Häusern wurde gegessen, angestossen und gefeiert, von sieben Uhr abends bis Mitternacht. Für manche gehörten diese Abende so fest zum Sommer, dass sie ihre Ferien darum herum planten.
Am Anfang stand die Idee einer langen Tafel. Gemeinsam draussen sitzen, essen und Menschen zusammenbringen – daran wirkte Mischa Klaus als einer der Initianten mit. Doch das Nachtcafé wuchs rasch über diese ursprüngliche Idee hinaus. Aus der Tafel entwickelte sich ein Anlass, der die Gassen füllte und weit über Bülach hinaus bekannt wurde.
Die Gewerbetreibenden gestalteten diese Abende mit und steuerten ihre eigenen kulinarischen Spezialitäten bei. Vor den Ständen und zwischen den Häusern standen die Menschen dicht beieinander. Es wurde gegessen und geredet, während andere durch die Gassen zogen. Die Altstadt wurde zu einem Ort, an dem sich Gäste und Geschäftsleute persönlich begegneten und Zeit füreinander hatten.
Mischa Klaus blieb dem Nachtcafé auch als Mitglied des Organisationskomitees verbunden. Zusammen mit den Beteiligten aus dem Gewerbe, den Helfenden und Unterstützenden trug er dazu bei, dass aus einer einfachen Idee eine über Jahre beliebte Veranstaltung wurde. Dazu gehörten auch die Bewohnerinnen und Bewohner der Altstadt, die an diesen Abenden viel Betrieb vor ihren Haustüren hatten.
2019 fand das Nachtcafé zum letzten Mal statt. Danach mussten die Ausgaben 2020 und 2021 wegen der Pandemie abgesagt werden. Im Februar 2022 gab das Organisationskomitee bekannt, dass es keine Fortsetzung geben würde. Hinter dem Entscheid standen mehrere Gründe: Mischa Klaus nannte unter anderem gesundheitliche und wirtschaftliche Aspekte. Nach den vielen Jahren des Organisierens sollte auch wieder Zeit und Kraft für Neues frei werden.
















